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und fiel sie ohne weiteres mit seinem Dessen an. Mit großer Mühe gelang es den Wächtern, ihn zu beruhigen. Diese gingen dann ihren Weg weiter. Da kam ihnen plötzlich der Graf nachgerannt und erreichte sie am Eingang zur Langgasse. Er zog seinen Degen und gab dem Wächter Meißner einen solchen Streich an den Hals, daß M. tot niederstürzte. Der Attentäter entwich sogleich aus der Stadt. Bischof Konrad von Thüngen (1519-1540) ließ gegen den Grafen eine Untersuchung wegen Totschlags einleiten und die Einziehung der gräflichen Präbende im Katzenwicker beantragen. Trotzdem von Rom aus für den Grafen gearbeitet wurde, trotzdem sich der König Ferdinand, der Landgraf von Hessen, und der Bischof von Bamberg für ihn beim Bischof verwandten, blieb dieser unerbittlich und der Graf verlor seine Präbende. Erst nachdem er von Rom Absolution und Dispensation erhalten und er sich mit der Witwe und den Kindern des Ermordeten mit 200 Gulden abgefunden hatte, ließ der Bischof sich bewegen, daß der Graf zugunsten des Christoph

v. Aufseß auf seine Präbende am 4. Juni 1529 resignieren durfte. Der Mörder nahm seinen Aufenthalt in Bamberg, wo er es bis zum Domdechanten brachte. Nach dem Tode des Bischofs bewarb sich der Graf wieder um eine Domherrnpfründe. Nach einigen Hindernissen erhielt er die des Kilian Fuchs, welcher ebenfalls wegen Todschlags auf seine Pfründe verzichten mußte (siehe darüber Domerpfarrgasse Hs.-Nr. 4, 6 und 8). Henneberg trat nach einigen Jahren zum Protestantismus über, um zu heiraten.

Laufergasse.

10. (Zellerau)-Bezirk. Verbindet die Alte Kasernstraße mit der Drei-kronenstraße.

Erscheint als Lowergazze in einer Urkunde 1213. Aus diesem Wort, das im Mittelhochdeutschen Gerber bedeutete, entstand allgemach Laufer. Wir haben es hier also mit einer Gasse der Gerber zu tun.

Hs.-Nr. 3. Haus zum Eichhorn.

Hs.-Nr. 4. Haus zum Blümlein.

Hs.-Nr. 8. 10. 12 u. 14 führten wie das Haus Dreikronenstraße 21 die Bezeichnung "auf dem Tanzflecken" oder "auf der Tanzstatt".

Hs.-Nr. 13. Frankensteinscher Hof.

Leistenstraße.

9. (Burkard-)Bezirk. Zieht von der Mergentheimerstraße aus im sogenannten Kühbachgrund gegen Höchberg zu. Die Gegend hieß früher Kunimund-, dann Kunbach-Grund nach dem bei starkem Regen dort durchfließenden Bach (jetzt ist er kanalisiert). Später wurde der Name in Kühbach bezw. Kühbachsgrund verunstaltet. Regen können den sonst sehr an Wassermangel leidenden Kühbach zu einem reißenden Fluß anschwellen, was ein Unglück beweist, das am 30. August 1852 vorgekommen

ist. Am Abend dieses Tages ging ein Wolkenbruch nieder. Der sofort anschwellende Bach riß bei Höchberg einen Eilwagen mit und zertrüm

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