Rekonstruktion

Vorgehensweise

Nach einer Sichtung von Festungsplänen in verschiedenen Archiven und Studieren der Festungstechnik der damaligen Zeit rekonstruierte Günter F. Schunk in 10jähriger Arbeit einzelne Häuser (nach Fotos um 1900) und Festungskomponenten. Zusammengefügt ergab sich dann das Bild der Festung in ihrem Vollausbau um 1750.
 

Häuser

Königshofen hatte zur Zeit der Befestigung aus Sandstein gebaute vornehme Bürgerhäuser und Fachwerkhäuser der Handwerker.

Haus des Schultheiß 1728

Ehemalige Metzgerei

 

Spätgotische Pfarrkirche

Als dritte Kirche von 1442 bis 1513 erbaut. Unter FB Julius Echter erhielt sie 1603 die Welsche Haube. Ein Edelstein der Gotik: die Doppeltewendeltreppe. Im Kirchturm wohnte der Türmer mit seiner Familie.

 

Pfarrhaus

1602 unter FB Julius Echter im Renaissancestil erbaut.

 

Kapuzinerkloster

Das erste Kloster musste nach innerem Verfall 1592 aufgelassen werden.
 
Ein neues Kloster für die Kapuziner errichtete die Stadt 1665. Diesmal konnte sich das Kloster bis 1971 halten, bevor es einem modernen Hotel mit flachem Dach weichen musste. Die Klosterkirche wurde durch Aufkauf durch die Stadt erhalten.
 
 

Renaissance Rathaus

Nach einem Brand 1563-1575 neu erbaut.

 

Kornstein

Erstmals 1525 errichtet diente der Kornstein zur Eichung (Überprüfung) der Maße der Händler. In vier halbkugeligen Vertiefungen wurde das Korn eingefüllt und oben glattgestrichen. Nach Öffnen des unteren Türchens rieselte das Korn in   das zu überprüfende Maß (z.B. Scheffel).

 

Bastion

Die Barocke Festung wurde durch fünfeckige Bastionen verstärkt.
  • SW die Lärmenbastion
  • SO die Klosterbastion
  • NO die Schloßbastion
  • NW die Spitalbastion

Lärmenbastion

Wall

Die Bastionen wurden durch den Wall verbunden. Eine Zeichnung von 1813 zeigt den Querschnitt eines Walls.

 

Durchgang zum Wallgraben

Durch die Spitalbastion besteht auch heute noch ein 54 m langer Durchgang zum Wallgraben. Am Ende führt ein Tor 3,33 m tiefer ins Freie.

 

Festungsportal

Das Aushängeschild einer Festung war ihr mächtiges Festungsportal mit dem Wappen. Feind und Freund sollten gleichermaßen beim Betreten der Anlage beeindruckt werden.

Festungsportale im Vergleich

Festung
Königshofen um 1728

Festung Marienberg
Inneres Höchbergertor1684

Festung Rosenberg
Kronach  1662 (Petrini)

 

Aus dem Vergleich der Darstellung auf dem Plan der Festung Königshofen und den beiden noch bestehenden Festungsportalen konnte das Festungsportal im Hornwerk von Königshofen rekonstruiert werden.

Rekonstruierter Südeingang mit dem Festungsportal

Zusammenstellung

Die einzeln erstellten Häuser und Festungskomponenten werden in den ersten vermessenen Plan (Uraufnahme von 1849) zur Stadt und Festung zusammengefügt.

 

Befestigung

Komplette Befestigung ohne Stadt.

 

 

Festung

Die einzelnen Komponenten wurden auf einem Stadtplan maßstabsgerecht zur Befestigung hinzugefügt. So ergab sich das Gesamtbild der damaligen Festung um 1750. Maße der Festung: ca. 730 m x 500 m

 

 

 

 

 

 


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